Gränzbote, 02.09.09
Landkreis Tuttlingen (pm) - „Die Ansätze der Staatengemeinschaft, Konflikte einzudämmen zu vermeiden, sind vielerorts gescheitert. Das Leiden von Millionen Menschen dauert an“, bemängelt der DGB-Regionsvorsitzende Peter Fischer im Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbunds zum Antikriegstag am 1. September.
Der DGB fordert, den Bundeswehreinsatz in Afghanistan schnellstmöglich zu beenden und Afghanistan beim Aufbau einer nachhaltigen Zivilgesellschaft zu unterstützen. „Frieden schaffen ohne Waffen“ – das fordert der DGB. Denn die Gefahr durch die Verbreitung von Atomwaffen sei größer denn je. Atomwaffen in der Hand von Diktatoren oder undemokratischen Regimen seien genauso eine neue Qualität der Bedrohung wie Atomwaffen in Terroristenhänden. Die Bundesregierung wird vom DGB auch aufgefordert, sich für den Abzug der verbliebenen Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen.
Die Botschaft, so Fischer weiter, müsse lauten: Nur Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit, der Kampf gegen Durst, Hunger und Ausbeutung sowie das Streiten für gerechte Verteilung können dauerhaften Frieden schaffen. Dafür sei, so Peter Fischer, auch ein Gegenlenken gegen den Kapitalismus wichtig. Alte und neue Nazis dürften keinen Platz in Deutschland haben. Der DGB Regionsvorsitzende Peter Fischer fordert deshalb mit allem Nachdruck ein Verbot der NPD.