Gränzbote, 07.09.09
Aldingen - Der SPD-Ortsverband hat sich am Sonntag im Gasthaus Rose zum Frühschoppen versammelt. Sieben Mitglieder wurden wegen langjähriger Mitgliedschaft und besonderem Engagement geehrt. Eine offene Diskussionsrunde folgte, bei der Peter Fischer die aktuellen Probleme und mögliche Vorschläge zur Lösung vortrug.
Von unserer Mitarbeiterin Anastasia Strantzali
Die größte Problematik der SPD sei es, in dieser heißen Wahlkampfphase die Wähler zum Wählen zu animieren. „Es ist schwer, den Bürgern die politischen Themen nahezubringen“, so Bundestagskandidat Peter Fischer. Selbst nach den eher düsteren Vorhersagen der Europawahl, bei der die SPD einige Stimmen verlor, zeigen sich die Mitglieder weiterhin zuversichtlich und optimistisch. „Schlechte Vorhersagen gab es schon einmal und letzten Endes hatten wir doch noch Grund zum Jubeln. So wird es auch dieses Mal sein, ich prophezeie uns ein großes Fest“, kündigte Landtagsabgeordneter Fritz Buschle selbstsicher an.
Peter Fischer sprach Punkte an, die die SPD und ihn persönlich derzeit am meisten beschäftigen. So sei das Ausmaß der Wirtschaftskrise nicht im Geringsten bekannt und werde von der Gesellschaft verdrängt. Sie habe Baden-Württemberg und ganz besonders unsere Region, die stark exportabhängig ist, am stärksten getroffen. Der Druck auf das Sozialsystem werde in den nächsten Jahren sehr stark werden und somit sei die Politik verpflichtet, geeignete Rahmenbedingungen für gleiche Ausbildungschancen und eine gleiche Versicherung für alle Bürger zu schaffen. Außerdem sei es wichtig, genügend „gute“ Arbeitsplätze zu schaffen, denn für die Arbeit genug entlohnt zu werden habe, so Peter Fischer, etwas mit der Würde des Menschen zu tun.
Er bezeichnete sich als die Alternative zu Volker Kauder (CDU) und Ernst Burgbacher (FDP): „Mehr Netto vom Brutto ergibt für mich keinen Sinn, stattdessen könnte die Gleichung: Mehr Brutto, mehr Netto effektiver sein!“, betonte Fischer. Lob von allen Seiten erhielt auch der Ortverbandsvorsitzende von Aldingen, Christoph Lösch. Seit er dazukam, sei der Verein zur Freude der Mitglieder deutlich aktiver.