Der Bau des zentralen Omnibusbahnhofs rückt doch näher

Presseecho


Mit Leidenschaft pries Harald Glatthaar (von rechts) vor Peter Fischer, Hermann Acker, Klaus Kirschner, Horst Schwegler und Günter Danner die Vorzüge des Oberndorfer Krankenhauses. Photo: Schwarzwälder Bote

Schwarzwälder Bote, 21.08.09

Oberndorf. Manchmal kommen die finanziellen Segnungen des Landes zur Unzeit. Wie Bürgermeister Hermann Acker gestern beim Besuch des SPD-Bundestagskandidaten Peter Fischer und Mitgliedern des SPD-Ortsvereins bekanntgab, ist der Bewilligungsbescheid für den Zuschuss zum Bau des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) eingetroffen.

Von Peter Wolf

Die Stadt kann für dieses wichtige Zukunftsprojekt 660000 Euro an Fördermitteln erwarten, so dass die Stadt selbst rund 340000 Euro als Komplementärmittel aufbringen muss, um das auf etwa eine Million Euro geschätzte Projekt finanzieren zu können. Und das ist der Haken, wie Acker aufzeigte: Die städtische Finanzsituation stellt sich für 2010 recht schwierig dar, »aber es wäre für Oberndorf ein großer Wurf, wenn wir hier am Entree der Stadt weiter vorankommen würden und den Bau des ZOBs doch schultern könnten.« Acker erhofft sich davon auch, die Verhandlungsposition der Stadt in den Gesprächen mit der Bahn über die barrierefreie Gestaltung des Bahnhofs einschließlich des Zugangs zu den Bahnsteigen und den Durchstich der Unterführung bis zur Sägewerkstraße zu stärken. Die Verlängerung der Unterführung sah auch Klaus Kirschner angesichts der Kinder und Jugendlichen, die über den Zaun kletterten und über die Gleise liefen, als dringend geboten an. In Bezug auf die Barrierefreiheit hielt der Bürgermeister einer Reaktivierung des Gleises eins für die aus Oberndorfer Sicht beste Lösung. Acker zeigte auf, dass der derzeitige Eigentümer des Bahnhofgebäudes, ein Investor, dabei sei, ein Konzept für die Nutzung des Gebäudes zu erarbeiten.

Das zweite Schwerpunktthema des Besuchs widmete sich dem Oberndorfer Krankenhaus und dessen Zukunft. Acker und Krankenhausverwaltungschef Harald Glatthaar stellten anschaulich dar, wie gut das Haus aufgestellt ist. Glatthaar belegte mit eindrucksvollen Zahlen die positive Entwicklung des städtischen Krankenhauses in den vergangenen Jahren. Er und der Bürgermeister machten aber auch deutlich, dass sich die Zukunft nur mit Verbündeten meistern lässt, stünden doch hohe Investitionen an, welche die Stadt allein nicht aufbringen könne. Es sehe gut aus, mit dem Kreis eine gemeinsame Lösung zu realisieren. Für Acker und Glatthaar reicht dies aber nicht aus: Ihr Blick zielt auf einen größeren Verbund mit dem Klinikum in Villingen-Schwenningen, mit dem man bereits hervorragend zusammenarbeite.

 
 

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